Radsport Einsteiger-Tipps für den Winter

Sommersiege werden im Winter gemacht, der Spruch hat schon lange einen Bart, ist aber trotzdem wahr. Um in der warmen Jahreszeit fit zu sein, ist Wintertraining Pflicht. Nicht nur für erfahrene Radsportler, auch für Einsteiger ist die kalte Jahreszeit genau der richtige Zeitpunkt zum Einstieg. Ein schöner Sonnentag im Winter eignet sich hervorragend für ordentlich Trainingskilometer.

Rennrad Trainingsgruppen sind ruhiger unterwegs

Da im Winter für Radsportler der Formaufbau und seltener das Kräftemessen Vorrang hat, lassen Trainingsgruppen es in dieser Zeit ruhiger angehen, perfekter Zeitpunkt um als Einsteiger mit stärkeren Fahrern mitzuhalten und sich dabei noch Tricks und Tipps von ihnen abzuholen.

Wer in kälteren Monaten neu bei einem Trainingstreff aufschlägt, wird in der Regel freundlich aufgenommen und muss sich nicht gleich beweisen.

Radtraining im Winter Radsport Tipps und Tricks für Einsteiger

Nutzen aus neuen Erkenntnissen

Zu beachten gilt hier, wie im restlichen Leben aber auch, nicht alles ohne hinterfragen blind zu übernehmen. Gerade Themen wie Trainingsmethoden erfahren ständig neue Erkenntnisse.

Trainingsmethoden wie die meines Opas als Beispiel sahen enorme Umfänge mit niedriger Intensität vor, von der er nie abwich. Nur lässt sich diese Art des Trainings kaum mehr in den heutigen Alltag einspeisen.

Schneller dank Plan und Test

Beim Trainingsplan kommt es natürlich nicht nur auf die Ziele, sondern auch auf die Möglichkeiten an. Neben dem persönlichen Ist‐Zustand – aktuelle Leistungsdaten, sportliche Vorgeschichte, Körpergewicht und physisches Potenzial – ist vor allem die Zeit eine limitierende Größe.

Wer familiär und beruflich stark eingebunden ist, tut gut daran, seine Ziele nicht zu hoch zu stecken.

Wenig Aufwand – großer Nutzen

Wenn einem bewusst ist, wieviel Zeit man wirklich fürs Training aufbringen kann, geht es zum Punkt professionelle Unterstützung über.

Individualisiertes Intervalltraining ist gerade bei geringeren Umfängen nur mit wattbasiertem Training wirklich wirkungsvoll. Klar, könnte man sich auch an der Herzfrequenz oder am Tempo orientieren, aber all das ist von zu vielen Faktoren abhängig, als dass es wirklich zuverlässig wäre.

Und ja, es hat früher auch funktioniert, aber wir sind früher auch mit Pferdekutschen von a nach b gefahren… Die vom Radsportler abgelieferte Leistung in Watt ist eine verlässlichere Messgröße.

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Wattmessung ist nicht gleich Wattmessung

Powermeter oder auch Leistungsmesser genannt ermitteln die vom Radsportler abgelieferten Leistungswerte anhand der aufs Pedal gebrachten Kraft und Trittfrequenz, angegeben in Watt.

Dafür gibt es am Markt verschiedene Systeme. Die des US-Herstellers Powertap lassen sich zum Beispiel leicht in ein vorhandenes Rennrad integrieren, etwa in Form eines Laufradsatzes, bei dem die Hinterradnabe die Kraft misst.

Auch ist vom selben Hersteller eine Messung per Pedale möglich. Der Vorteil der Pedal-Mess-Methode liegt darin, dass die Leistung für Beine getrennt am rechten und linken Pedal gemessen wird. Somit kann eine genaue Rechts-Links-Balance ausgegeben werden. Viele Triathleten schwören zum Beispiel auf diese Methode und nutzen mit “Quarg” das Pendant von Sram.

Bei einem Training mit Powermeter kann so jederzeit kontrolliert werden, ob man die Trainingsvorgaben einhält, und sein Leistungs-Output daran anpassen.

Doch auch ganz ohne starren Trainingsplan lohnt sich das Fahren mit Leistungssensoren, alleine dadurch, dass man zu hohe oder zu geringe Intensitäten vermeidet, wird das Training effizienter und schließt Überlastungen aus.

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Wenn alle Stricke reissen

.. und das nasse kalte Wetter vor der Haustür doch mal nervt, kann man immer noch den Rollentrainer auspacken und zwiften.

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