Inside – Open Cycle – Bikes für Puristen

Extrem hochwertige und wen verwundert es da, auch sehr hochpreisig, Open Cycle, ein Nischenanbieter in der Nische. Laut Mitbegründer und Geschäftsführer Andy Kessler, der viel Erfahrung in der Bike-Branche hat, und unter anderem lange Jahre Geschäftsführer von BMC war, fühlt sich der 2,5 Mann Betrieb aber genau dort auch wohl.

Foto: Open Cycles

Kessler und sein Partner Gerard Vroomen sind Puristen, die verantwortungsvolle Jobs in der Bike-Branche aufgegeben haben, weil die Zeit gekommen war, all die Nebenschauplätze in groẞen Firmen wie Produktentwicklung, Kundenbetreuung, Patenschaften, Marketing und auffällige Büros, die viel Zeit verschlingen hinter sich zu lassen, und sich auf das zu konzentrieren, was Sie wirklich wollten, Bikes bauen.

Foto: Open Cycles

Oder wie Kessler es beschreibt, “Wir haben das “große Unternehmen gemacht und es war Zeit für etwas anderes. Also entwerfen wir das Fahrrad, auf dem wir fahren möchten, stellen es her, verkaufen es an Gleichgesinnte und das war’s.”

Foto: Open Cycles

»Open Cycle ist eine Nischen-Puristenmarke mit Sitz in Bael, die nicht über Preis/Leistung, sondern Qualität und Emotionen verkauft.«

Bisher ist man mit drei Modellen im Markt – einen Mountainbike, einem Rennrad und einem Gravel Bike: »Irgendwann machen wir sicherlich auch einmal etwas urbanes – aber ohne ‚e‘.« Auch hier werde man wie bei allen Open Cycle-Modellen auf Karbonrahmen setzen, so Kessler.

Foto: Open Cycles

Das Verkaufsrezept der Marke ist durchaus einleuchtend. Laut Kessler seien sein Partner Gerard Vroomen und er »Produktjunkies, die nah am Kunden sind und davon leben wollen«. So kann man in diesem Zusammenhang auch sicherlich eher von »Community« als »Kunde« sprechen.

Die aktuellen Open-Verkäufe verteilen sich derzeit in etwa zur Hälfte auf die USA und Europa. Deutschland sei nach den USA der wichtigste Ländermarkt – wobei der Gravel-Trend in Deutschland für Open Cycle gerade erst gezündet habe: »Im Sektor Gravel sind wir derzeit auch am stärksten.«

Foto: Open Cycles

Auf den Eurobike Media Days 2019 am Kronplatz präsentierte Open Cycle dann auch als Aussteller sein neues Gravel-Modell »Wi.de« (steht für »winding detours«, also kurvige Umwege).

Dieses kann bis zu einer Reifengröße von 27,5 Zoll mit einer Reifenbreite bis 2,4 Zoll (bzw. 700x46C) ausgestattet werden. Damit biete man Leuten eine echte Alternative, die breiter fahren wollen.

Foto: Open Cycles

Weitere Features: weit herunter gezogene Kettenstreben, keine Anschraubpunkte für einen vorderen Umwerfer (Open setzt auf »vorne einfach«) sowie diverse Befestigungspunkte für Schutzbleche sowie Trinkflaschen & Co.

www.opencycle.com

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