Steelworks – Thyssenkrupp bringt Stahlrahmen

Noch nicht auf dem Markt, aber den “Red Dot” Design Award bereits eingesackt, das ist der Thyssenkrupp “Steelworks” Rahmen, mit dem man beim Duisburger Stahlgiganten jetzt Rennradfahrer mit Sinn für ein Hightech-Produkt begeistern will. Über den Preis und das Gewicht schweigt man bei Thyssenkrupp noch. Das Team um Projektleiter Jia-Uei Chan verspricht jedoch eine extrem stabile, dennoch flexible und deshalb komfortable Eigenentwicklung.

Stahl ist zurück, lautet die unüberhörbare Botschaft des Steelworks-Teams, obwohl Stahl nie wirklich weg war. Gefühlt gesunkene Absatzzahlen in Zeiten von Carbon an jedem Bike ja, aber wer sich in der Landschaft der kleinen feinen Bikeschmieden etwas auskennt, der weiẞ, wo es gute Stahlräder gibt.

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Foto: Steelworks

Jedenfalls will man bei Thyssenkrupp zeigen, dass man mehr als nur Flachstahl kann.
Zudem hat Stahl laut Jia-Uei Chan so viele Vorteile gegenüber Carbon und Aluminium, weil er wesentlich haltbarer und viel flexibler ist.

“Das Steelworks zeige nicht nur „die Komplexität der Tiefziehtechnik, sondern auch, was man aus Stahl alles machen kann“. Als Konkurrenz zu den klassischen Stahlrahmenbauern versteht man sich bei Thyssenkrupp nicht, und betont stattdessen, dass durch das gesteigerte Medieninteresse, Stahl insgesamt wieder verstärkt als Material für den Rahmenbau im Gespräch ist.

Da es keine genauen Gewichtangaben gibt, dürfte der Rahmen geschätzt knapp unterhalb der 2 Kilo-Marke liegen. Als Komplett-Bike mit Carbon Laufrädern, Gabel und Scheibenbremse dürften 8,5 Kilogramm realistisch sein. Für ambitionierte Langstreckler sicher kein allzu schlechter Wert.

Den Gewichtsnachteil gegenüber anderen Materialien wog man laut eigener Aussage mit dem sogenannten Tiefzieh Verfahren auf, bei dem man vom Automobilbau übernommenen, hochfestes, unter einem Millimeter dickes Stahlblech in eine Form drückt. So entstehen 2 Rahmenhälften, die miteinander verschweißt werden. Klingt nicht schwer, ist aber Hochleistung, da die verwendeten Blechteile extrem genau sein müssen.

Tief angesetzte Hinterbaustreben, Stahl-Feinguss-Teile, die Lenkrohr und Tretlager verstärken, sowie 2 echt schöne separate Knoten fürs Oberrohr machen den optischen Ersteindruck perfekt.

Ich bin gespannt, wenn es wie geplant im Spätsommer auf den Markt kommt…

Weitere Infos https://steelworks.bike

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